Wenn Sie nach „Zimtkatzen“ suchen, interessieren Sie sich vermutlich für diese auffällige Fellfärbung, die sich von typischen orangefarbenen Tabbys abhebt. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Zimt keine eigenständige Katzenrasse, sondern vielmehr eine spezifische Fellfarbvariante, die durch präzise genetische Faktoren bestimmt wird. Dieser warme rötlich-braune Farbton tritt vor allem bei bestimmten reinrassigen Katzen auf, wobei die Rasse des Abyssiniers am bekanntesten für diese schöne Färbung ist.
Verständnis der Fellfarbe bei Zimtkatzen
Die Zimtfellfarbe stellt eine spezifische Verdünnung des normalen schwarzen Katzenpigments dar. Während normale schwarze Katzen Eumelanin (schwarzes Pigment) produzieren, tragen Zimtkatzen eine rezessive Mutation im B-Locus-Gen, die dieses Pigment in einen warmen rötlich-braunen Farbton umwandelt. Diese genetische Variation unterscheidet sich von der orangefarbenen („roten“) Färbung, die bei typischen Tabbys zu sehen ist und die durch ein völlig anderes Gen auf dem X-Chromosom gesteuert wird.
Die Zimtfärbung erscheint als gleichmäßiges warmes Braun mit rötlichen Untertönen und zeigt niemals das gestreifte Muster von Tabbyzeichnungen. Das Nasenleder passt gewöhnlich farblich zum Fell und weist einen hellen ziegelroten Ton auf, während die Pfotenballen einen charakteristischen rosafarbenen Farbton zeigen. Diese Färbung bleibt während des gesamten Lebens der Katze konstant, im Gegensatz zu einigen Rassen, bei denen sich die Fellfarbe mit dem Alter verändert.
| Farbvariante | Genetische Grundlage | Fellmuster | Häufige Rassen |
|---|---|---|---|
| Zimt | Rezessive B-Locus-Mutation | Warmes rötlich-braunes, einfarbiges Fell | Abyssinier, Orientalisch Kurzhaar |
| Rot/Orange | Gen auf dem X-Chromosom | Gestreiftes Tabby-Muster | Alle Rassen |
| Fawn (Hellbeige) | Verdünnter Zimt | Blasses Beige mit warmen Untertönen | Abyssinier, Orientalisch |
| Schokolade | Andere B-Locus-Mutation | Satter brauner Ton, weniger rot | Orientalisch, Siamesisch |
Genetik hinter der Zimtfärbung
Die Zimtfärbung folgt einem rezessiven Vererbungsmuster, was bedeutet, dass beide Elterntiere das Gen tragen müssen, damit die Chance besteht, Nachwuchs mit Zimtfärbung zu erhalten. Diese genetische Seltenheit erklärt, warum Zimtkatzen seltener auftreten als herkömmliche rote Tabbys. Züchter, die gezielt mit Abyssinier- und Oriental-Linien arbeiten, führen sorgfältig geführte Abstammungsnachweise, um diese besondere Farbvariante zu bewahren.
Im Gegensatz zum orangefarbenen Gen, das geschlechtsgebunden ist (was erklärt, warum die meisten orangefarbenen Tabbys männlich sind), wirkt sich das Zimtgen gleichermaßen auf männliche und weibliche Katzen aus. Dadurch ist die Zimtfärbung etwas gleichmäßiger auf beide Geschlechter verteilt als bei herkömmlichen orangefarbenen Katzen. Wenn zwei Trägertiere für Zimt miteinander paaren, werden etwa 25 % ihrer Kätzchen die Zimtfärbung tatsächlich ausprägen.
Rassen mit Zimtfärbung
Der Abyssinier bleibt die Hauptdarsteller-Rasse für die Zimtfärbung, wobei diese Variante von großen Katzenzuchtverbänden offiziell anerkannt wird. Der Cat Fanciers' Association (CFA) zufolge gilt Zimt als eine von vier standardmäßigen Abyssiniertönungen neben Ruddy, Blau und Fawn.
Auch Orientalisch Kurzhaar-Katzen zeigen häufig Zimtfärbungen in ihren verschiedenen Fellmustern. Diese schlanken, eleganten Katzen können einfarbig zimtfarben sein, aber auch als Zimt-Tabby oder Zimt-Ticked auftreten. Die vielfältige Farbpalette der Oriental-Rasse macht sie zu einem weiteren hervorragenden Beispiel dafür, wo man diesen besonderen Farbton finden kann.
Theoretisch wäre die Zimtfärbung durch Kreuzung auch bei anderen Rassen möglich, tritt aber aufgrund der spezifischen genetischen Voraussetzungen selten außerhalb dieser beiden Hauptgruppen auf. Man findet diese Färbung nicht bei gewöhnlichen Hauskatzen mit kurzem Fell oder bei Rassen wie Maine Coon oder Perser.
Pflege von katzen mit Zimtfell
Besitzer von zimtfarbenen Katzen sollten wissen, dass die Fellfarbe keinen Einfluss auf das Temperament oder besondere Pflegebedürfnisse hat. Die Zimtfärbung beruht ausschließlich auf kosmetischer Genetik und ist mit keinerlei Gesundheitsproblemen verbunden. Die Pflege richtet sich nach den Standards der jeweiligen Rasse.
Abyssinier mit Zimtfärbung benötigen dieselbe Aufmerksamkeit bezüglich der Zahngesundheit, regelmäßige Spielsitzungen und eine eiweißreiche Ernährung wie ihre ruddyfarbenen Artgenossen. Diese aktiven, intelligenten Katzen gedeihen in Umgebungen mit viel vertikalem Raum und interaktiven Spielzeugen. Auch Orientalisch Kurzhaarkatzen benötigen geistige Anregung und regelmäßige Fellpflege, obwohl ihr Fell kurz ist.
Bei der Fotografie von Zimtkatzen bringt natürliches Licht ihre einzigartigen warmen Töne am besten zur Geltung. Künstliches Licht kann den satten rötlich-braunen Farbton verzerren und ihn oranger oder brauner erscheinen lassen, als er tatsächlich ist. Diese Farbvariante hebt sich besonders gut vor grünem Laubwerk oder neutralen Hintergründen hervor.
Häufige Missverständnisse über Zimtkatzen
Viele Katzenliebhaber verwechseln Zimt mit herkömmlichen orangefarbenen oder roten Tabby-Mustern. Der entscheidende Unterschied liegt im Fehlen von Tabby-Streifen – Zimt erscheint als einfarbiges, warmes rötlich-braunes Fell über den gesamten Körper. Wahre Zimtkatzen zeigen niemals die charakteristische „M“-Zeichnung auf der Stirn, die für Tabby-Muster typisch ist.
Ein weiteres häufiges Missverständnis betrifft die Beziehung zwischen Zimt- und Schokoladenfärbung. Obwohl beide braune Varianten darstellen, erzeugt Schokolade ein tieferes, kühleres Braun ohne die markanten rötlichen Untertöne von Zimt. Diese Farben resultieren aus unterschiedlichen genetischen Mutationen, die denselben Pigmentweg beeinflussen.
Trotz ihres auffälligen Aussehens erzielen Zimtkatzen innerhalb ihrer Rassen keine signifikant höheren Preise als andere Farbvarianten. Ihre relative Seltenheit ergibt sich aus den spezifischen Zuchtanforderungen und nicht aus einer künstlich geschaffenen Knappheit durch Züchter.
Wie erkennt man eine echte Zimtkatze?
Um eine echte Zimtkatze korrekt zu identifizieren, prüfen Sie folgende Merkmale:
- Konstante warme rötlich-braune Fellfarbe ohne Streifenbildung
- Hellziegelrotes Nasenleder (nicht schwarz oder rosa)
- Rosafarbene Pfotenballen mit warmen Untertönen
- Fehlen von Tabby-Zeichnungen, einschließlich der Stirn-Markierung
- Helle grüne oder goldene Augenfarbe (bei Abyssiniern)
Viele Katzen, die fälschlicherweise als „Zimt“ bezeichnet werden, sind in Wirklichkeit nur warmtönige rote Tabbys. Der entscheidende Test erfolgt durch die Untersuchung der einzelnen Haare – echte Zimtkatzen zeigen eine gleichmäßige Färbung entlang jedes Haarschafts, während Tabbys abwechselnde Farbbänder aufweisen.








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